5. Sonntag der Osterzeit

Liebe Gemeinde,
Liebe Gäste,
 
ikonka Vita Veritas ViaWas stelle ich mir unter dem Begriff „ewiges Leben" vor? Was erwartet mich "dort"? Und was geschieht mit mir, wenn ich einmal hier alles zurücklassen muss? Antworten auf diese Fragen bietet und Jesus im Evangelium, das am fünften Sonntag der Osterzeit in den Gottesdiensten verkündigt wird.
Jesus, wie oft in seinen Reden, gebraucht dazu ein Bild und spricht vom „Haus meines Vaters". Heutzutage ist vielen dieser Begriff fremd geworden und wir sprechen eher vom Elternhaus als vom „himmlischen Vaterhaus". Eines bleibt jedoch gemeinsam: wir versuchen uns das „ewige Leben" als ein „Zuhause" vorzustellen.

Wir spüren, dass es sich hier nicht nur um ein Gebäude handelt, sondern viel mehr um all das, was eine Familie ausmacht, um Gemeinschaft und Geborgenheit, Frieden und Sicherheit. Liebe und Zuwendung. Ein Leben frei von all dem, was uns hier plagt und uns ständig Sorgen bereitet. Papst Benedikt XVI sagt in diesem Zusammenhang: "Wir halten uns an Gott fest – an Jesus Christus, den Auferstandenen. Dann sind wir von dem getragen, der das Leben selber ist. In dieser Beziehung leben wir, auch durch den Tod hindurch, weil der uns nicht verläßt, der das Leben selber ist." (Predigt bei der Abendmahlmesse, 01. April 2010)

ikonka Muttertag 2020„Weil Gott nicht überall sein konnte schuf er die Mütter" - mit diesem Satz bringen wir zum Ausdruck, dass die Lie­be einer Mut­ter Abbild für die Lie­be Gottes ist. Der zweite Sonntag im Mai ist im deutschsprachigen Raum Muttertag. An diesem Tag erkennen wir mit Dankbarkeit an, was Mütter leisten. Jeden Tag. Oft im Verborgenen. Sie verdienen unsere Dankbarkeit, unsere Achtung, unseren Respekt und unsere Unterstützung. Denn "ohne das Ja unserer Mütter gäbe es uns nicht. Ohne die vielen kleinen und großen Opfer, die das Ja zu Kindern bedeutet, gäbe es keine menschliche Gemeinschaft" (Kard, Ch. Schönborn). Wir können es heute (aber auch öfters) in unserem Gebet zum Ausdruck bringen. Auf die Fürsprache Mariens könnte es besonders gut gelingen, denn Sie ist ja die Mutter Jesu. Sie hat sich Sorgen um ihn gemacht, als er mit zwölf Jahren in der Hauptstadt unbemerkt geblieben ist (Lk 2, 41−52). Und Jahre später hat sie ihn bis zum Kreuz auf Golgotha begleitet (Joh 19, 25−27). Nicht umsonst spricht die katholische Tradition von "sieben Schmerzen" Mariens. Wir dürfen also annehmen, dass sie die Anliegen der mütterlichen Herzen besonders gut versteht.

Hier finden Sie einige Hlfen zur Gestaltung der Hausgottesdienste...

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Marienmonat Mai 2020

Liebe Gemeinde,
Liebe Gäste,

haben wir uns schon an den ungebetenen Gast aus dem fernen Osten gewönht? Wie auch immer. Der schöne, frischgrüne Monat Mai ist da. Auch wenn wir Coronabedingt nicht all seine Reize genießen können, so wie wir es gewöhnt sind, freuen wir uns über viel Sonne und Wärme, aber auch über ein wenig Regen (wobei davon bräuchten wir alle viel, viel mehr). Im Mai erreicht Frühling seine volle Blüte. Das frische Grün an den Bäumen in unseren Gärten und in den Parks tut sowohl den Augen sowie auch der Seele gut.

ikonka Mai2020Für uns, katholische Christen, ist der Monat Mai in besonderer Weise Maria, der Mutter Jesu, gewidmet. Vielerorts werden die Bildstöcke am Wegrand, sowie kleine Kapellchen bunt geschmückt. In den Gemeinden werden Maiandachten gefeiert, die zahlreichen kleinen und großen Marienwallfahrtsorte werden intensiver als sonst besucht. Das alles hat seine Richtigkeit.  Papst Benedikt XVI. sagte dazu während der Generalaudienz am Petersplatz im März 2012: "Der bevorzugte Platz Marias ist die Kirche (...) Die Mutter Jesu in der Kirche zu verehren bedeutet daher, von ihr zu lernen, betende Gemeinschaft zu sein: Das ist einer der wesentlichen Züge der ersten Beschreibung der christlichen Gemeinde, die in der Apostelgeschichte aufgezeigt wird (vgl. 2,42). Oft ist das Gebet bestimmt von schwierigen Situationen, von persönlichen Problemen, durch die man sich dem Herrn zuwendet, um Licht, Trost und Hilfe zu empfangen. Maria lädt ein, alle Aspekte des Gebets aufzutun, sich nicht nur in der Not und nicht nur für sich selbst an Gott zu wenden, sondern einmütig, beharrlich, treu: »ein Herz und eine Seele«" (Apg 4,32).

Von Maria zu lernen... Dazu ermutigt uns auch Papst Franziskus in seinem "Brief an alle Gläubigen zum Monat Mai 2020". Darin ist seine große Sorge um die vom Corona-Virus geplagte Menschheit deutlich sichtbar. Er lädt uns alle zum Mitragen im Gebet an dieser Sorge um unsere Zukunft ein.

 

 

 

Sonntag des Guten Hirten 2020

Liebe Gemeinde,
Liebe Gäste,

ikonka GuterHirteder vierte Sonntag nach Ostern wird in der katholischen Kirche als "Sonntag des Guten Hirten" gefeiert. Im Mittelpunkt steht Gott, der in den liturgischen Texten als König und als Hirte des Volkes beschrieben wird. Eine besondere Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang dem Psalm 23 zu. 

"Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf grünen Auen und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele; er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar." (Psalm 23)
 
Papst Benedikt XVI. erläuterte diesen biblischen Text in seiner Ansprache bei der Generaludienz am 5. Oktober 2011 und sagte dazu: "Der Psalmist bringt gleich seine Gewissheit zum Ausdruck, dass er sich auf Gott verlassen kann, dass Gott ihn auch in schwierigen Situationen führt und schützt. Die Bilder des Psalms sind aus der Erfahrungswelt des Hirten genommen, der seine Schafe kennt und sich um sie kümmert. Sie sind ihm kostbar. Er ist bereit, sie zu verteidigen. Er garantiert ihnen Wohlergehen und inneren Frieden." So bietet uns der Psalm 23 eines der schönsten Gottesbilder, das in uns Vertrauen weckt, Zuversicht schenkt und Hoffnung verbreitet. In der vom Corona-Virus bestimmten Zeit scheint dieses Gebet neue Bedeutung zu gewinnen und neue Kraft zu entfalten.
Papst Benedikt XVI. führt uns aber weiter und weist auf darauf hin, dass eigentlich erst „in Jesus Christus das Bild vom Hirten seine volle Bedeutung erhält: Er ist der Gute Hirt, der das verlorene Schaf sucht. Er kennt seine Herde und gibt das Leben für sie. Er ist der Weg, der zum Leben führt, das Licht, das das dunkle Tal erleuchtet und alle menschlichen Ängste besiegt. Er bietet uns verlässliche Sicherheit und bereitet uns den Tisch seines Leibes und Blutes und das endgültige messianische Hochzeitsmahl im Himmel."  Wir sind also eingeladen am heutigen Sonntag unser Vertrauen in Gott zu erneuern und uns ganz in seine Hände zu geben. Sind wir dazu bereit...?
 
Seit 1964 wird dieser Sonntag als der "Weltgebetstag für geistliche Berufungen" begangen. Er geht auf eine Initiative von Papst Paul VI. zurück und ermutigt uns um neue "Hirten"-Berufungen zu beten. Denn Kirche als Gemeinschaft der Glaubenden braucht immer wieder neue Frauen und Männer, die fähig und bereit sind, dem Beispiel des Guten Hirten zu folgen, und für das Wohl der Menschen in den Gemeinden zu sorgen. Sie sollen dafür eintreten, dass Jesus, der Gute Hirte nie mehr sagen muss: "Sie sind wie Schafe, die keinen Hirten haben" (Mt 9,36). Im Gebet um neue geistliche und pastorale Berufungen teilen wir alle diese Sorge unseres Guten Hirten.
 
Hier finden Sie weitere geistliche Impulse und Vorschläge zur Gestaltung des Guten-Hirten-Sonntag...

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3. Sonntag der Osterzeit

Liebe Gemeinde,
Liebe Gäste,

es gibt sie... Die kleinen Lockerungen in der Pandemie-Regime. Leider betreffen sie noch nicht die Möglichkeit unsere Gottesdienste, so wie wir sie kennen, zu feiern. Es bleibt zu hoffen, das dies auch bald möglich wird. So werden die meisten von uns die Eucharistie am kommenden Sonntag ähnlich, wie in den vergangenen Wochen, via Medien erleben müssen. Zum Glück haben wir mindestens diese Möglichkeit, unseren Glauben zu feiern und die Gemeinschaft der Kirche zu erfahren.

ikonka Emmausjünger 2020In dieser Hinsicht sind wir oft den Emmausjüngern ähnlich. Papst Benedikt XVI sagte dazu in einer Meditation: "Emmaus ist eigentlich überall und die Straße dorthin ist eigentlich der Weg eines jeden Christen. (...) Im Gespräch der Jünger mit dem unbekannten Wegbegleiter beeindruckt das Wort, das der Evangelist Lukas einem von ihnen in den Mund legt: »Wir aber hatten gehofft...« (24,21). Dieses Wort in der Vergangenheitsform sagt alles: Wir haben geglaubt, wir sind nachgefolgt, wir haben gehofft..., aber nun ist alles vorbei. Auch Jesus von Nazaret, der sich in Werken und Worten als mächtiger Prophet erwiesen hatte, ist gescheitert, und wir sind enttäuscht worden. Diese dramatische Situation der Emmausjünger spiegelt die Situation vieler Christen der heutigen Zeit wider: die Hoffnung des Glaubens scheint gescheitert zu sein. Der Glaube selbst gerät in eine Krise aufgrund der negativen Erfahrungen, in denen wir uns auch vom Herrn verlassen fühlen. Aber dieser Weg nach Emmaus, auf dem wir unterwegs sind, kann so zum Weg einer Läuterung und Reifung unseres Glaubens an Gott werden: Auch heute können wir ein Gespräch mit Jesus beginnen, indem wir auf sein Wort hören." (Regina Coeli Gebet, 06. April 2008)

Eine Übersicht der Online-Gottesdienste finden Sie auf https://www.katholisch.de/artikel/5031-live-auf-katholischde sowie in den vorherigen Beiträgen auf dieser Seite.

Wir wünschen Ihnen einen schönen, gesegneten Emmaus-Sonntag.

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