Die Verlierer werden zu Gewinnern

Liebe Gemeinde
Liebe Gäste,

ikonka Verlierer werden GewinnerDie hl. Gertrud von Helfta hat einmal Jesus gefragt: Was ist dir denn das Liebste? Das liebste ist mir, antwortete Jesus, wenn du zu den alltäglichen Widerwärtigkeiten Ja sagst. Sind diese Worte nicht ein Echo des heutigen Evangeliums, der Jesu Worte vom Kreuz auf sich nehmen? "Wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig" (Mt 10,38) Es hört sich wie Forderung an. Und ist es auch. Auch wenn die Bemerkung des dänischen Philosophen und Theologen, Søren Kierkegaard´s, bis heute ihre Gültigkeit behält: "Man hat das Christentum viel zu sehr zu einem Trost umgearbeitet und vergessen, daß es eine Forderung ist."

Es gbt Dinge, die uns Freude machen, Und es gibt Dinge, die uns gar keine Freude machen. Oft sind es gar nicht so auffallende Dinge, Kleinigkeiten, die uns schwer fallen: immer wieder dasselbe im Alltag, im Familien- oder Berufsleben. Manchmal haben wir keine Lust dieses oder jenes zu machen. Manchmal passt uns die Arbeit nicht. Ist das nicht unser tägliches Kreuz?

In seiner Ansprache bei der Heiligsprechung von fünf Seligen erläutert Papst Benedikt XVI., was es heißt "Leben gewinnen" und Leben verlieren". Er sagte: "Jesus fordert seine Jünger zur Ganzhingabe ihres Lebens auf, ohne menschliche Rechnung und Gegenrechnung, mit einem vorbehaltlosen Vertrauen in Gott. Die Heiligen nehmen diese anspruchsvolle Aufforderung an und begeben sich demütig und gefügig in die Nachfolge des gekreuzigten und auferstandenen Christus. In der nach menschlichen Gesichtspunkten manchmal unverständlichen Logik des Glaubens besteht ihre Vollkommenheit darin, dass sie nicht mehr sich selbst in den Mittelpunkt stellen, sondern dass sie sich entscheiden, nach dem Evangelium zu leben und damit gegen den Strom zu schwimmen" (Benedikt XVI., Predigt im Petersdom, 11. Oktober 2009)

Link zu unserem Gottesdienst am 28. Juni 2020 um 15.00 Uhr - https://youtu.be/fgdd035yub0

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Auswahlkriterien

Liebe Gemeinde,
Liebe Gäste,

ikonka AuswahlkriterienUnter den 140 über drei Meter großen Statuen von Heiligen, die von der Balustrade der Bernini-Kolonnade majestatisch auf die Besucher am Petersplatz herabschuen, befinden sich auch die zwölf ersten Jünger Jesu, die Apostel. "Simon, genannt Petrus, und sein Bruder Andreas, dann Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und sein Bruder Johannes, Philíppus und Bartholomäus, Thomas und Matthäus, der Zöllner, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Thaddäus, Simon Kananäus und Judas Iskáriot..." (Mt 10,2-4). Was hat Jesus dazu bewogen, ausgerechnet diese zwölf und nicht andere in sein "Mitarbeiterteam" zu holen? Waren das die besten Kandidaten?

In seinem Jesus-Buch schreibt Papst Benedikt XVI dazu: «Die Berufung der Jünger ist ein Gebetsereignis (...). So bekommt die Berufung der Zwölf weit über alles bloß Funktionale hinaus einen zutiefst theo-logischen Sinn: Ihre Berufung kommt aus dem Dialog des Sohnes mit dem Vater heraus und ist dort verankert. Von daher muss man auch das Wort Jesu verstehen: "Bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende" (Mt 9,38). Die Erntearbeiter Gottes kann man nicht einfach aussuchen, wie sich ein Arbeitgeber seine Leute aussucht; sie müssen immer von Gott erbeten und von ihm selbst für diesen Dienst gewählt werden. (...) Man kann sich nicht selbst zum Jünger machen - es ist ein Ereignis der Erwählung, ein Willensentscheid des Herrn, der wiederum in seiner Willenseinheit mit dem Vater verankert ist.» (Jesus von Nazareth. Von der Taufe im Jordan bis zum Verklärung, Freiburg i.B. 2007, 207).

In diesem Sinne ermutigt uns auch Papst Franziskus zum Beten um geistliche Berufungen: „Berufungen entstehen im Gebet und aus dem Gebet; und allein im Gebet können sie Bestand haben und Frucht tragen." Denn alle Christen sind zum Gebet um guten und ausreichenden Nachwuchs in den verschiedenen geistlichen Berufungen und kirchlichen Diensten aufgerufen. Gleichzeitig werden wir daran erinnert, dass wir als Christen "Berufene" sind. Wir sind berufen mit unserem Leben unserer christlichen Berufung Ausdruck zu geben.

Link zu unserem Gottesdienst am 14. Juni um 15.00 Uhr - https://youtu.be/9h7AZv030F8

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Wer kann Haare auf meinem Kopf zählen?

Liebe Gemeinde,
Liebe Gäste,

ikonka ChristenverfolgungOpen Doors ist eine der vielen Menschenrechtorganisationen, die jedes Jahr einen sog. Weltverfolgungsindex erstellen. Dadruch soll die Öffentlichkeit auf die Länder aufmerksam werden, in denen Christen (aller Denominationen) die stärkste Verfolgung erleiden.

Christenverfolgung ist kein Phänomen der frühen Kirche, der ersten 300 Jahre des Christentum gewesen. Als Christen werden wir auch immer wieder mit den Situationen konfrontiert, die in uns Angst erzeugen. Es sind Situationen, wo wir ganz ernst überlegen, ob es sich lohnt, zu Gott, zum Glauben, zur Kirche zu bekennen. Klar, nicht jeder ist zum Martyrium geboren. Jesus weiß natürlich, dass man Körper und Leib vernichten, einsperren oder quälen kann. Aber unsere Seele darf nicht verbogen werden. Sollten wir Angst haben, dann vor allen denen, die es eben versuchen. Leider davon gibt es heutzutage viel zu viel...

Das Evangelium fordert uns heute zu einem Bekenntnis ohne Furcht auf. Dreimal heisst es: „Fürchtet euch nicht!". Jesus weiß, was auf die Apostel zukommt, nachdem er sie ausgesandt hat. Sich fürchten und davonlaufen ist für Jesus keine Option, Seine Verhaltensweise heisst: Mut zeigen! Wo sollen wir aber Kraft dazu finden?

Im Evangelium hören wir heute, dass Gott jeden Spatzen kennt. Und wir hören noch mehr: Uns kennt er besser als Spatzen. Und zwar so gut, dass ihm sogar die Haare auf unserem Kopf wichtig sind. „Bei euch sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt" - mit diesem Bild sagt Jesus, wie groß Gottes Aufmerksamkeit für uns ist. Sogar die Anzahl unserer Haare ist ihm nicht beliebig. Egal, ob es blondes, schwarzes oder gefärbtes buntes Haar ist. Gott und Glaube an ihm ist uns allen Quelle der Mut und der Bereitschaft, sich zu Gott, zum Glauben und zur Kirche zu bekennen

Link zum Gottesdienst am 21. Juni 2020 um 15.00 - https://youtu.be/V5dOZz8dAEM

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Dreifaltigkeitssonntag

Liebe Gemeinde,
Liebe Gäste,

ikonka Dreifaltigkeit"Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes." Mit diesen Worten beginen wir jeden Gottesdienst, jedes Gebet. Mit diesen Worten bekenen wir unseren Glauben ein den einen Gott in drei Personen. Ein Gott in drei Personen...? Was bedeutet das eigentlich? Stellt die Heiligste Dreifaltigkeit nicht eine Herausforderung für unser Denken und für unseren Glauben dar? Wir können uns dem Geheimnis Gottes nähern, denn Jesus hat es uns geoffenbart.

Papst Benedikt XVI sagt: "Gott ist Schöpfer und barmherziger Vater; er ist der eingeborene Sohn, ewige fleischgewordene Weisheit, gestorben und auferstanden für uns; und schließlich ist er Heiliger Geist, der alles, den Kosmos und die Geschichte, zur abschließenden Vereinigung unter ein Haupt hinführt" (Ansprache nach dem Angelusgebet, 07. Juni 2009).

Mehr noch. Wir sind nach dem Bild des dreieinigen Gottes erschaffen. "Der deutlichste Beweis dafür, daß wir nach dem Bild der Dreifaltigkeit geschaffen sind, ist dieser: Allein die Liebe macht uns glücklich, da wir in Beziehung leben, und wir leben, um zu lieben und geliebt zu werden. Einer der Biologie entlehnten Analogie gemäß könnten wir sagen, daß das Sein des Menschen in seinem »Erbgut« die tiefe Spur der Dreifaltigkeit trägt, des Gottes, der die Liebe ist" (Benedikt XVI, Ansprache nach dem Angelusgebet, 07. Juni 2009).

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